Trans­formation zur Klima­neutralität

Vom European Green Deal über das EU-Programm „Fit for 55“ bis hin zu spezi­fischen Programmen in den USA und Asien und den Verein­barungen der Welt­klima­konferenz in Glasgow – Klima­schutz wird inter­national zum Maß­stab für poli­tisches Handeln. Deutsch­land verfolgt zudem eigene ambi­tionierte Klima­ziele. Die Ampel­koalition aus SPD, Grünen und FDP hat den Kampf gegen den Klima­wandel ganz nach oben auf ihre Reform­agenda gesetzt und wird in der Klima­politik noch mehr Tempo machen.

Auch wenn die COVID-19-Pandemie auf der politisch-gesell­schaft­lichen Agenda zwischen­zeit­lich immer wieder nach oben drängt: Mit dem im Koalitions­vertrag vor­ge­zeichneten Weg zum Kampf gegen den Klima­wandel bildet die Politik die lang­fristigen und tief­greifenden Ver­schiebungen ab, die sich inner­halb der Gesell­schaft in Deutsch­land zuletzt voll­zogen haben – hin zu einem größeren Bewusst­sein für die globale Erwärmung und die Folgen des Klima­wandels. So sind laut einer Umfrage BUND 86 % der Deutschen zu deutlichen Einschrän­kungen ihres Lebens­stils bereit, um das Klima zu schützen. Und sogar mitten in der Krise forderte eine deut­liche Mehrheit der Deutschen, dass die Regierung auch während der Pandemie an ihren Klima­zielen fest­halten solle, so eine Umfrage von Deekeling Arndt/AMO. Aber nicht nur die Politik wird von den Menschen im Kampf gegen die globale Erwärmung in die Pflicht genommen. Laut einer Umfrage von Ipsos sind immerhin 63 % der Deutschen der Meinung, dass Unter­nehmen ihre Mit­arbeiter:innen und Kunden im Stich lassen, wenn sie nicht gegen den Klima­wandel vorgehen. Und rund 73 % der Deutschen befürworten einer CIVEY-Umfrage nach sogar, wenn Unter­nehmen mit Gesetzen zu mehr Klima­schutz verpflichtet werden. Das liegt auch daran, dass die Menschen die Aus­wirkungen inzwischen ver­mehrt auch in ihrer eigenen Lebens­welt wahr­nehmen. So ist durch das „Jahr­hundert-Hoch­wasser“ in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen vor der Haustür deutlich geworden, welche ver­heerenden Aus­wirkungen Expert:innen zufolge eine künftig steigende Anzahl von Stark­regen-Ereignissen haben können.

Unter­nehmen stehen unter verschärfter Beob­achtung – nicht mehr nur von Akti­vist:innen, sondern von der breiten Zivil­gesell­schaft. Diese fordert höhere Ziele, größere An­strengungen und Taten statt „Lippen­bekennt­nisse“. Mit dem gesell­schaft­lichen Druck steigt auch der Handlungs­druck von Seiten der Politik – international wie national. Die Zeit des Ver­hinderns, des Kontra-Lobbyierens und Ver­teidigens von Besitz­ständen ist vorbei. Unter­nehmen kommen in allen Sektoren am konse­quenten Umbau und der Er­neuerung ihrer Geschäfts­modelle nicht mehr vorbei – es geht nicht mehr um das Ob, sondern nur noch um das Wie.

Um auf die Veränderungen der nächsten Zeit, insbesondere nach dem Regierungs­wechsel, vor­be­reitet zu sein und den lang­fristigen Unter­nehmens­erfolg zu sichern, müssen Unter­nehmen sich mit elemen­taren Fragen von Nach­haltig­keit und Klima­schutz auseinander­setzen:

  • Welche neuen Verordnungen, Regeln und Gesetze werden in den nächsten Jahren mein Unter­nehmen und unseren Erfolg beein­flussen?
  • Welche Ansprüche stellen meine Kunden an die Nach­haltig­keit meines Unter­nehmens und was bedeutet das für meinen Unter­nehmens­erfolg?
  • Wie werde ich den neu entstehenden gesell­schaft­lichen und poli­tischen Erwartungen am besten gerecht und erhalte mir meine Social Licence to Operate? 
  • Wie analysiere und kommuniziere ich die gesell­schaft­lichen Aus­wirkungen meiner unter­nehmerischen Tätig­keiten?
  • Welche Geschäfts­bereiche verlieren durch die gesell­schaftlichen und politischen Ver­änderungen lang­fristig ihre Profi­tabi­lität und wo entstehen dafür neue Chancen für mein Unter­nehmen?
  • Wie kann mein Unternehmen in einer Ökologisch-Sozialen Markt­wirt­schaft bestehen?

Mehr zu den Auswirkungen der Klima­politik auf die Bereiche Energie­wirtschaft, Verkehr, Industrie, Land­wirtschaft und Ernährung sowie Finanz­wirtschaft finden Sie in unserem Reader „Der Pathway to Zero als neue Richtschnur für politisches und wirtschaftliches Handeln“, den Sie hier als pdf herunter­laden können.

Gerne stehen wir Ihnen mit unserer lang­jährigen Erfahrung und Expertise bei der Beant­wortung dieser und vieler anderer Fragen rund um die lang­fristige Sicherung Ihres Unter­nehmens und seines Erfolgs beratend zur Seite. In einer Zeit großer Umbrüche und neuer Erwartungen navi­gieren wir Sie sicher durch akute und komplexe Kommuni­kations­lagen und sorgen für Legiti­mation und Akzeptanz bei allen Stake­holdern.

Wir unterstützen Sie bei Umstruktu­rierungen, mit denen Sie Ihre Resilienz stärken, und bei An­passungen an die neuen gesell­schafts­politischen Heraus­forderungen. Dabei behalten wir auch immer die Sicherung ihrer Reputation im Blick. Wir begleiten Sie bei der (Neu-)Ausrichtung Ihres Unter­nehmens und bei der Ver­mittlung und Ver­ankerung Ihres Purpose nach außen und innen. Wir beraten Sie beim Manage­ment des neuen Er­wartungs­drucks der Öffent­lich­keit sowie den massiv beschleunigten Diskurs­prozessen. Wir leiten Sie bei der Schaffung von Akzeptanz für Ihre Interessen bei poli­tischen Ent­scheidern und im vor­politischen Raum.

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